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Meine Bücher als eBook Bestseller!


 

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Buchpräsentation zur

Leipziger Buchmesse 2014

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Lesung auf der Leipziger Buchmesse 2014

 

 

 

 

 

 

Buchvorschau

Daryl

Kurz zum Inhalt:
Daryl ist zehn Jahre alt, als er seinen Vater erhangen auf dem Dachboden findet. Seine Mutter ist bemüht, ihm und seinem Bruder Joe mit allen Mitteln wieder zu einem normalen Leben zu verhelfen. Doch Daryl ahnt, dass sich viele grausame Dinge mit dem Tod seines Vater in Gang setzen werden. Und er behält Recht. Der kinderhassende Jason Brightfull wirbt plötzlich um die Gunst seiner Mutter, und dann lernt Daryl einen Mörder kennen - einen Mann, der seit seiner Kindheit ein schreckliches Geheimnis hütet ...

Textausschnitt:
Ich heiße Daryl und erinnere mich an meine ersten Gedanken. Ich muss knapp vier gewesen sein und erinnere mich, dass ich in diesem Alter schon bemerkte, dass irgendetwas mit meinen Gefühlen nicht stimmte. Ich fühlte damals schon so viele Dinge anders als meine Eltern und mein Bruder. Wenn sie lachten, verstand ich nicht warum. Wenn sie sich mit mir gutgelaunt unterhielten, sehnte ich mich nach Ruhe. Wenn ich in der Ruhe Entspannung fand, fanden die anderen Unruhe darin. Wenn Freunde kamen, wollte ich alleine sein. Wenn meine Mutter mich in den Arm nahm, wandte ich mich heraus. Es gab so viele Momente, in denen ich völlig anders reagierte und die Dinge empfand als alle anderen. Der einzige, der sich immer behutsam mir gegenüber verhalten hatte war mein Dad. Er wusste, wann man mich in Ruhe lassen sollte und womit man mir eine Freude machte. Das war schon komisch. Warum verstanden die anderen das nicht? Mein Dad wusste, wann er mit mir Modellflugzeuge basteln konnte und wann ich zu Wanderungen in die Berge aufgelegt war. Er war oft mit mir alleine unterwegs, sagte meiner Mutter immer, dass es mir besser bekommen würde, wenn nicht so viele um mich herum sind. Und das stimmte. Mein Dad redete auch nicht ständig auf mich ein oder fragte mich stets, wie es mir ginge und was ich vorhatte. Damit kam ich gut klar. Dafür liebte ich meinen Vater, den ich nun nicht mehr hatte. Mit ihm hatte ich die schönsten Augenblicke meines Lebens verbracht. Mein Vater hatte mich einmal aufgefordert: „Erzähl mir deinen Traum vom Glück“, und ich hatte rote Wangen bekommen, weil sich das Gefühl, das diese Frage verbarg, so wohltuend in meine Seele legte. Dann sah ich einen Himmel voller Sterne, hörte den Bach hinter dem Haus fließen, die Vögel an einem Frühlingsmorgen trällern und atmete den süßlichen Duft von blühendem Ginster und Kamille ein. Meine Augen begannen zu glänzen, und mein Vater sah, dass ich in einer Zeremonie mit mir selbst gefangen die Worte aussprach, die niemand hörte außer er. Er konnte sich erinnern, dass er als Kind ähnlich reagiert hatte, aber seine Eltern waren dann ungeduldig und nervös geworden. Mein Vater war immer in einer Welt des Lichts und des Traumes gefangen gewesen, was er mir, seinem Sohn Daryl, als wohlgehütetes Gut weiter gegeben hatte.

Meine Mutter, war die, die von dieser Sprache fasziniert war, sie aber nicht immer verstand. Sie war bodenständiger, so wie Joe.

Als mein Vater von seiner Krankheit erfuhr, verlor er den Blick ins Licht. Er verlor die Fähigkeit, die Vögel und den Bach zu hören und den Duft der Blumen im Frühling wahrzunehmen. Er war nur auf Träume fixiert gewesen. In Träumen existieren keine Krankheiten. Es war ihm nicht möglich gewesen, seinen Zusammenbruch, oder nenne man es Siechtum, vor mir zu verbergen. In diesem Moment war meine Mutter wieder der führende Teil der Familie geworden. Aber die Welt war nicht mehr die gemeinsame. Die Realität hatte das Ruder herumgerissen und unsere ganze Familie in eine Strömung geschleudert, in der mein Vater ertrank, ich knapp unter der Oberfläche schwamm und meine Mutter den Rettungsring für uns beide auswarf,  wir ihn aber nicht erreichen konnten. Joe saß derweil am Ufer und harrte den Dingen, die kommen mögen.

Für mich war nach dem Tod meines Vaters meine Welt des Glücks in weite Ferne gerückt. Abstrakt und taub versuchte ich den Anforderungen des Alltags nachzukommen, aber es wollte mir nicht mehr gelingen. Ich entwickelte andere Strategien, um die schützende Ruhe, die ich mit meinem Vater empfunden hatte, wieder zu finden. Ich hatte begonnen zu summen und mir somit einen Ton in meinen Gefühlen zu schaffen, der mich beruhigte. Allerdings konnte ich mich danach nicht mehr auf das Reden konzentrieren. Doch die Zeit suchte ihre Gewohnheit, und als meine Mutter das Schlafzimmer vom Leben meines Vaters befreite, fand ich eine alte Socke von ihm, die mir das Summen nahm. Ich trug sie immer bei mir, legte sie des Nachts neben meinen Kopf auf das Kopfkissen und nahm sie beim Baden mit ins Wasser. So ersetzte diese Socke mir den Schutz, den ich seit dem Tod meines Vaters verloren hatte.

Mein Vater hatte nach seinem Tod begonnen, mich in Träumen aufzusuchen, und ich bemerkte, dass sich mir eine ganz neue Welt offenbarte. Ich begann Kontakt zu dieser anderen Welt aufzunehmen und sah den Schatten meines Vaters hin und wieder den Hof überqueren und im Schuppen verschwinden. Ich hörte ihn in Träumen, wenn er gut gemeinte Ratschläge an mich gab. Er half mir durch seine schwebenden Worte durch das Tor des Himmels die Schule besser bewältigen zu können und sicherte den Schutz der Familie zu. Das alles brachte meine Gefühle in eine Hemisphäre tiefen Glücks. Ich vertraute mich dem an und sah mich plötzlich am Ufer eines neuen Glücks stehen. Dann tauchte Jason Brightfull auf und brachte den widerlichen Gestank von Härte und Lieblosigkeit in unser Haus, und ich konnte nicht verstehen, was meine Mutter an ihm mochte. Die Strömung des Glücks veränderte sich zu einer gefährlichen Flut in meinen Gefühlen. Mein Vater erschien seitdem fast jede Nacht in meinen Träumen und versicherte mir, auf meine Mutter aufzupassen. Ich vertraute seinen Worten, bis dieses große Unglück geschah, und mein Vater mir sagte: „Ich habe es nicht geschafft, zu verhindern.“ Er hatte seinen blutenden Schuh als Symbol des Schmerzes, versagt zu haben, hinterlassen, und ich drückte den Schuh als Zeichen des Vergebens an mein Herz. Es bescherte mir einen Augenblick Leben. Auch wenn die Zeit manchmal zerbricht, so hält sie immer wieder neuen Trost bereit. Mein Vater hatte seine nächtlichen Besuche nicht aufgegeben und kämpfte erneut um mein Vertrauen. Er betete, ich möge die Angst verlieren und auf meine tiefe Urkraft vertrauen. Mein Vater schickte mir den Mörder meiner Mutter und sagte vertraue

 

 

Nächste Lesung "Die Scheune"

Ich lese am 14.Juli 2014 von 19.00 bis 21.00 Uhr aus meinem Buch "Die Scheune" vor.
Ich biete an diesem Abend das Buch zu einem Sonderpreis an.
Der Erlös des Verkaufs geht als Spende an die Langenfelder Organisation „Sag’s“, die missbrauchte Kinder und Jugendliche berät und hilft.Veranstalter ist die Gleichstellungsstelle Langenfeld.

Das „Café feminin“ bietet jeden zweiten Montag im Monat ein interessantes Thema, das Frauen bewegt. Diesmal steht eine Lesung auf dem Programm, dessen Inhalt bereits viele Gemüter bewegt hat. Das Buch "Die Scheune" wurde zwei Mal in Leipzig als eBook Bestseller mit einer Lesung vorgestellt und dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse für den "Indie Author Award 2014" nomminiert.

Ort: Begegnungsstätte Siegfried-Dißmann-Haus
Solinger Str. 103, 40764 Langenfeld
Eintritt: frei
Wer sich mutig genug für diese Lesung fühlt ist herzlich eingeladen!




 

 

 

Aktuelle Presseartikel im Internet:

Wochenpost
WAZ
Hallo Langenfeld
Westdeutsche Zeitung

 

Meine Lesungen in Youtube:

Lesung Leipziger Buchmesse 2011 Teil 1
Lesung Leipziger Buchmesse 2011 Teil 2
Lesung Leipziger Buchmesse 2012
Lesung Leipziger Buchmesse 2013

 

Rezensionen:

- Die Scheune (Amazon de)
- Die Scheune (Amazon com)
- Die Scheune (Weltbild)


- Das blaue Haus (Amazon de)
- Das blaue Haus (Weltbild)

- Das blaue Haus (Amazon com)


- Vielleicht gab es keine Schuld (Amazon de)
- Vielleicht gab es keine Schuld (Pro Business)
- Vielleicht gab es keine Schuld (Weltbild)
- Vielleicht gab es keine Schuld (booksandmore81)

 

Interviews:


Interview mit Book on Demand - Matthias Häber

Interview mit eBooks-Autoren.de - Michael Modler

1. Interview mit booksandmore81 - Sindy Holmbach

2. Interview mit booksandmore81 - Sindy Holmbach

Interview Leipziger Buchmesse 2014 - Matthias Blenk

 

Bloggs:

Blog von booksandmore81 zur Lesung Leipziger Buchmesse 2014 - Sindy Holmbach

Leipziger Buchmesse 2014 Rückblick - Book on Demand

 

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